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Aufgabenheft FN 2006 inkl. Ergänzungen 01.01.2008

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Aufgabenheft 2006 - Reiten -
inkl. Ergänzungen 01.01.2008
Deutsche Reiterliche Vereinigung

nationale Aufgaben
Aufgabenheft 2006 - Reiten - inkl. Ergänzungen 01.01.2008

ISBN: 978-3-88542-470-3
Typ: Ringbuch
1. Auflage 2005
296 Seiten
150 x 190 mm

Das Aufgabenheft Reiten – nationale Aufgaben – enthält neben den verschiedenen Aufgaben zu Reiter-Wettbewerben, den Basis- und Aufbauprüfungen und zu den Dressurprüfungen auch Anforderungen für Stilspringprüfungen mit Standardanforderungen sowie Gelände- und Vielseitigkeitsprüfungen.

Die Ausgabe 2006 wurde zum 01.01.2008 umfangreich geändert:
- Änderungen von zwei Aufgaben der Reitpferdeprüfungen (RP1 und RP2)
- Neu im Aufgabenheft: Dressurreiterprüfung der Klasse E und FN-Hunterklasse
- Änderungen in der Bewertung von Dressurpferdeprüfungen
- Überarbeitung der Leitfäden für das Richten

Änderungen:
Warendorf (fn-press). Ende Oktober erscheint das "Aufgabenheft Reiten" der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in aktualisierter und überarbeiteter Fassung. Die Änderungen haben verschiedene Gründe: Zum einen musste das Aufgabenheft der neuen "Leistungs-Prüfungs-Ordnung" (LPO) angepasst werden; das Regelwerk des deutschen Turniersports tritt am 1. Januar 2008 neu in Kraft. Zum anderen wurde das Aufgabenheft an internationale Vorgaben angeglichen. Und zu guter Letzt wurde auch das Aufgabenangebot aktualisiert. Im Detail sehen die wesentlichen Änderungen und Anpassungen wie folgt aus:

In den Reitpferdeprüfungen sind die seit 2006 enthaltenen Aufgaben RP 1 und RP 2 ab 2008 verbindliche Standardaufgaben für drei- und vierjährige Pferde und Ponys und damit die einzig zulässigen Ausschreibungs-Varianten. Bewertet werden in diesen Prüfungen nun sechs Merkmale. Neben je einer Note Schritt, Trab, Galopp, Typ und Qualität des Körperbaus sowie Temperament und Harmonie der Vorstellung gibt es künftig eine Note für die altersgemäße Erfüllung der Kriterien der Skala der Ausbildung. Außerdem wird das Exterieur ab 2008 wieder nur an der Hand und ohne Sattel beurteilt.

Die Gewöhnungsprüfung für junge Pferde ist eine der drei neuen Aufgaben im kommenden Aufgabenheft. In dieser Vorstufe zur Reitpferdeprüfung sollen drei- und vierjährige Pferde und Ponys altersgerecht und schonend an den Turniersport herangeführt werden. Vorgestellt werden die Pferde in den drei Grundgangarten in einfachen Lektionen inklusive Handwechsel, Über-Stangen-Treten im Schritt sowie Absitzen, Hufheben und Führen. Beurteilt werden die Kriterien der Ausbildungsskala in der Gewöhnungsphase: Takt, Losgelassenheit – auch an der Hand –, Anlehnung in den drei Grundgangarten sowie der Gesamteindruck als Reitpferd oder Reitpony inklusive Charakter und Temperament unter Berücksichtigung der beginnenden Ausbildung zum Reitpferd. Insbesondere ist dabei auf einen altersgemäßen Rahmen – Stichwort Remonteausbildung – zu achten. Das Bewegungspotenzial fließt in die Notenfindung nicht ein. 

Als zweite Prüfung neu im Aufgabenheft ist eine Dressurreiterprüfung der Klasse E. Damit soll eine durch die Einführung der neuen Wettbewerbs-Ordnung (WBO) entstandene Lücke geschlossen werden. Die bisherigen Dressurreiter-Wettbewerbe nach LPO werden Bestandteil der neuen WBO. Damit Dressurreiterprüfungen nach LPO nicht erst ab Klasse A beginnen und der Sprung zu groß ist, wurde die E-Prüfung für Dressurreiter entwickelt. Die Einführung der WBO als eigenständiges Regelwerk für den Breitensport hat Einfluß auf die LPO 2008 und das Regelwerk des Turniersports. Alles was bisher als Kategorie C klassifiziert wurde, also sämtlich Reiterwettbewerbe, sind von nun an Bestandteil der WBO. Die alten Kategorien C, B, A wird es nicht mehr geben.

Die dritte, neue Aufgabe mit der Nummer S10 ist eine Art Vor-Grand Prix-Prüfung. Sie soll acht- bis zehnjährige S-Dressurpferde an den Grand Prix-Sport heranführen. Damit soll der Sprung von St. Georges beziehungsweise Intermediare I (kleine Tour) zum deutlich schwereren und anspruchsvolleren Grand Prix (große Tour) erleichtert werden. Die Nachwuchs-Grand Prix-Aufgabe ist eine Art entschärfter Grand Prix, bei dem Pferd und Reiter entsprechende Erfahrungen sammeln können. So werden zwar alle Lektionen des Grand Prix verlangt – Piaffe, Passage, Übergänge und fliegende Wechsel von Sprung zu Sprung. Die Anforderungen sind aber geringer: Die Anzahl der Tritte in der Piaffe, die Anzahl der fliegenden Wechsel bei den Wechseln von Sprung zu Sprung sind niedriger als im offiziellen Grand Prix. 

Die Bewertung von Dressurpferdeprüfungen ändert sich. In Klasse L-Prüfungen kann in Zukunft zwischen zwei Notengebungsverfahren gewählt werden: Entweder bekommt der Reiter wie bisher eine Gesamtnote – wie in Klasse A – oder er erhält fünf Einzel-Wertnoten für Schritt, Trab, Galopp, Durchlässigkeit und Gesamteindruck sowie eine Gesamtnote – wie in Klasse M-Prüfungen. Welche Benotung ihn erwartet, wird in der Ausschreibung definiert. 

Jedes Aufgabenheft enthält Leitfäden für das Richten. Aufgrund der Erfahrungen beim Richten wurden die Leitfäden für das Richten von Mannschaftsdressur-Küren, Dressurquadrillen und Dressurprüfungen der Klasse E und A überarbeitet. Im gesamten Aufgabenheft wurden die Klassen M und S in das neue Sternchen-System übersetzt und damit der LPO und dem internationalen System angepasst. Auch die Kür-Leitfäden und Notenbögen für die Klassen M und S wurden entsprechend angeglichen.

Zu guter Letzt findet sich nun auch die FN Hunterklasse im Aufgabenheft wieder. Die Informationen zu Anforderungen und Beurteilung für Hunterprüfungen Springen und Gelände wurden aufgenommen.

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